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Eklöh - Oldenburgs erstes SB-Lebensmittelgeschäft

Eklöh - Oldenburgs erstes SB-Geschäft

Im Jahre 1953 hatte Oldenburg etwa 240 Lebensmittelgeschäfte. Kleine Tante-Emma-Läden, die in fast jeder Straße zu finden waren. Die Auswahl in diesen Geschäften war begrenzt und die Preise hoch.
In dieser Zeit eröffneten Anni Eklöh
(*23.12.1920 +5.11.1993) und Fritz Eklöh (*29.6.1910 +27.8.1997)
an der Langen Straße 44 den ersten Großraum-Lebensmittelladen Oldenburgs.
Die Oldenburger erlebten plötzlich eine völlig neue Welt des Einkaufens nach den Entbehrungen
der Kriegs-und Nachkriegszeit. Und es gab auf alle Waren 3% Rabatt in Form kleiner Marken. In kleine Heftchen geklebt, konnte man sie beim nächsten Einkauf eintauschen.



1954 - Oldenburgs erster Lebensmittel-Großraumladen von Fritz und Anni Eklöh.



Fast alle Lebensmittel mußten damals per Hand abgewogen und abgefüllt werden Zucker, Mehl, Milch, Heringe, Sauerkraut und Butter. Weine, Likör, Essig und Öl wurde aus Fässern abgefüllt. Um diese Arbeiten zu bewältigen hatte Eklöh 1954 ca. 125 Mitarbeiter. Nach einer Amerikareise der Eklöhs entstand die Idee eines Selbstbedienungsladens in Oldenburg. Als diese Idee 1955 umgesetzt wurde, stand Oldenburg Kopf. Der Laden mußte zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden und die Leute wartete geduldig in einer Schlange die bis zum Marktplatz reichte. Damit war Oldenburg in einer neuen "Einkaufszeit" angekommen, die aber auch das Ende der Tante-Emma-Läden bedeutete.



1953 - Die tempramentvolle Chefin Anni Eklöh (Mitte) stößt mit ihren Mitarbeitern der Spirituosen-Abteilung an.



Um die Hausfrauen mit der neuen Einkaufsform vertraut zu machen hieß es in der Hauszeitung:

"Ein handliches Drahtkörbchen, das beim Betreten des Ladens griffbereit steht,
verleiht Ihnen die Berechtigung zur Selbstbedienung. Ihre Einkäufe legen Sie in den Korb und erst
nach der Bezahlung in Ihre Einkaufstasche. Das ist die einzige Umstellung die den fortschrittlichen Oldenburger Hausfrauen bestimmt schnell zur Gewohnheit wird. Dafür kommen Sie in den
Genuß der zahllosen Vorteile eines neuen, herrlichen und freien Einkaufsgefühls!".



1955 - Fritz und Anni Eklöh (mit Wagen) nach der Eröffnung ihres SB-Geschäftes im Kreis ihrer Mitarbeiter.



Sieben Jahre nach der Gründung wurde das Geschäft an den COOP-Konzern (gibt es inzwischen auch nicht mehr) verkauft. Heute befindet sich in dem Haus eine Spielothek. Die Eklöhs machten weiter und eröffneten unter dem Namen "DETTO" eine ganze Reihe kleinerer Spirituosen Fachgeschäfte.

Noch heute treffen sich viele der ehemaligen Eklöh-Mitarbeiter zum Gedankenaustausch. Ein Zeichen das Fritz und Anni Eklöh ein gutes Betriebsklima gepflegt haben und bis heute unvergessen sind.