Friedrich Augustīs Tod
Die Jachten Lensahn I-III
SKH und die Automobile
Anna Feilner
Wilhelm von Busch
Hubert Hinz, Der Kater
Edith Maria Ruß
Johann E. Partisch
Drehorgelspieler Martino
Günther Mühl
Vatter Börjes, Badewärter
Eisbär vom Kramermarkt
Vater Rempe
Waldemar "Das Original"
Hinnerk Krüselkopp
Rob (Robert) Griffel
Felix "Fiffi" Gerritzen
Uta Frommater
August Hinrichs
Gerhard Bohde
Wilhelm Wisser
Elise Lasius
Wilhelm Degode
Ludwig Fischbeck
Wilhelm Morisse
Alfred Bruns
Georg Klages
Fritz Gieske
Paul Kaske
Fritz Hoopts
Erna Schlüter
Franz Anton Högl
Bobby Harings
Baptistengemeinde
Einwohnerbuch 1844
Adressbuch 1880
Einwohnerbuch 1922
Wilhelm von Busch

Titel der "Nachrichten für Stadt und Land" aus dem Jahr 1916.



Wilhelm von Busch

HAUPTSCHRIFTLEITER DER OLDENBURGER NACHRICHTEN

Johann WILHELM Emil von BUSCH wurde am 15.2.1868 in Blexen geboren und starb am 27.4.1940 in Oldenburg. Nach seinem Schulabschluss in Brake besuchte er von 1882 bis 1886 das Lehrerseminar in Oldenburg. Danach unterrichtete er in Deichhausen, Varel, Neuenwege und Edewecht. 1888 kam er an die Stadtknabenschule Oldenburg und wechselte 1894 als Lehrer an die Cäcilienschule. Der Unterricht allein befriedigte Busch auf Dauer nicht. Nebenberuflich wurde er Mitarbeiter des Feuilletons der "Nachrichten für Stadt und Land". Der Herausgeber der "Nachrichten" Oskar Scharf (*1863 +1937) wurde auf ihn aufmerksam und begann ihn zu fördern.
1897 gab Busch den Lehrerberuf auf und beschloss Journalist zu werden.




 

Nach einjähriger Volontariat bei einer Berliner Zeitung kam er zurück und übernahm
die Lokalredaktion der Oldenburger "Nachrichten für Stadt und Land". 1904 wurde er zum Hauptschriftleiter (Chefredakteur) ernannt und leitete die Zeitung bis zu seiner Pensionierung 1933. Er trug dazu bei das sie zur angesehensten und auflagenstärksten Zeitung des Oldenburger Landes wurde.



Das Verlagshaus der "Nachrichten" an der Peterstraße. Heute steht dort das ehemalige Hochhaus der NWZ.



Als engagierter, kunstinteressierter Journalist übernahm er eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Stadt:



Vorsitzender der Vereinigung oldenburg-ostfriesischer Schriftsteller,
Mitbegründer und Vorstandsmitglied der "Literarischen Vereinigung", Vorstandsmitglied des Oldenburger Kunstvereins und Mitglied des Kringrates. Zusammen mit Marie Stein-Ranke und Willa Thorade war er 1904 Mitbegründer des Oldenburger Künstlerbundes. Als Mitglied der provisorischen Theaterleitung war er 1918, nach Ende des 1. Weltkriegs, an der Rettung des Oldenburger Theaters beteiligt.
Von 1908 bis 1916 war er Mitglied des Oldenburger Stadtrats.


Er war 1913 Mitherausgeber des zweibändige Werks
"Heimatkunde des Herzogtums Oldenburg".

Rechts: Wilhelm von Busch (Portrait von Prof. Bernhard Winter, 1933)




 

Ofener Straße 17 und 18. Im rechten dieser beiden Häuser hat Wilhelm von Busch gewohnt.




Er hatte einen großen Freundeskreis aus Künstlern und Schriftstellern. Wilhelm von Busch war auch Mitglied der Oldenburger "Schlaraffen".
Die "Schlaraffia" wurde 1859 in Prag gegründet und ist eine Vereinigung, die sich die Pflege von Humor und Kunst (Symbol ist der Uhu) zur Aufgabe gemacht hat. Ihre Gebräuche, ihre Sprechweise, Namen und Kleidung sind dem Rittertum entnommen. Neue Mitglieder werden zunächst Knappen, später Junker und danach zum Ritter geschlagen.
Wilhelm von Busch war "Ritter Kurt" bei den Oldenburger Schlaraffen.

Bild rechts: Altes Abzeichen der Oldenburger Schlaraffen.




 


Wilhelm von Busch war zweimal verheiratet. Am 1.6.1895 heiratete er Betty Begemann (*1870 +1934). Nach ihrem Tod heiratete er 1935 Gertrud Ficke (*1893 +1968). Aus der ersten Ehe stammt Sohn Rudolf (*1900 +1956). Rudolf von Busch war Rechtsanwalt und 1946 Mitglied des "ernannten" oldenburgischen Landtags.