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Es war die Zeit von Herzog Peter Friedrich Ludwig (1755-1829). Oldenburg hatte ca. 4.500 Einwohner die mit ihrem Vieh innerhalb der dunklen Stadtwälle lebten. Der Herzog ließ die Wälle abtragen und zu schönen Anlagen umgestalten. Er machte Reisen durch Italien, Frankreich und England. Die Erfahrungen dieser Reisen nutzte er, um Oldenburg auf einmalige Weise zu gestalten. Er holte eine große Bibliothek ins Land und baute eine Gemäldesammlung auf. Mit dem Bauinspektor Heinrich Slevogt (1787-1832) und dem Architekten Heinrich Strack (1801-1880) schuf er ein neues Oldenburg. Er stellte den Hofgärtnermeister Bosse ein, dessen Familie den Schloßgarten anlegte.

1804 erreichte er, das sich ein Bildhauer in Oldenburg niederließ, dessen Familien in vier Generationen vier Landesfürsten zur Verfügung standen. Franz Anton Högl, seine Söhne Eduard Demetrius und Heinrich Konstantin, sein Enkel Bernhard und sein Urenkel Ernst
(gefallen 1914).



 


















FRANZ Anton HÖGL
   


Franz Anton Högl - Steinmetz und Bildhauer

FRANZ ANTON HÖGL (*13. Juni 1769 in Warschau - + 3. Mai 1859 in Oldenburg) war Sohn des Steinmetzmeisters Josef Högl (1741-1780). Franz Högl hat seine Ausbildung im Elternhaus in Warschau begonnen. Warschau entwickelte sich in dieser Zeit zur kulturellen Metropole. Vater Josef Högl hatte dort als Bildhauer ein erfolgreiches Atelier. Als zehnjähriger verlor Franz Högl seinen Vater, die Mutter heiratete in zweiter Ehe einen Bildhauer aus Dresden. Wanderjahre führten Franz Högl über St. Petersburg, London und Paris, 1804 nach Oldenburg. Bereits 1805 heiratete er Anna Sophie Klüsener (*2. November 1783 - + 10. März 1854) aus Osternburg. Das Paar hatte zwölf Kinder. Zwei Söhne, Eduard Demetrius (1805-1885) und Heinrich Konstantin (1813-1874) wurden auch Bildhauer. Der Enkel Bernhard (1843-1893) und der Urenkel Ernst (1880-1914) übten diesen Beruf ebenfalls aus.




Das kleine Haus, Stau 7, hinter der Linde war das Atelier von Franz Anton Högl. Er nannte es sein "Lerchennest am Stau". Högl wählte diesen Standort weil er per Schiff die schweren Steine angeliefert bekam die er in seinem Atelier bearbeitete.

Die Aufnahme entstand 1862 nach dem Tode Högls. Kurze Zeit später wurde das Haus abgerissen und die "Gottorpstraße" angelegt. Sie mündet an dieser Stelle in den heutigen Stautorkreisel.


































Die
Högl´sche Vase am heutigen Standort.


Högl war als einzig in Oldenburg ansässiger Steinmetz maßgeblich an der klassizistischen Umgestaltung Oldenburgs an staatlichen und privaten Bauten von 1804 bis 1840 beteiligt. Belegt ist seine Mitarbeit am Umbau des Schlosses und den Stuckarbeiten an der Decke des Mausoleums.

Das bedeutende und bekannteste Werk Högls ist die Point-de-vue-Vase (auch Högl´sche Vase) am Schlossplatz, die 1805 nach Plänen von Josef Bernhard Wick
(1754-1812) aufgestellt wurde.







Die Högl´sche Vase vor dem Schloß.




Der ursprüngliche Standort der Vase war am Schloßplatz direkt neben dem alten Ministerium an der Brücke der Hausbäke (siehe Bild).

Nachdem die Hausbäke in den 50er Jahren zugeschüttet wurde verschwand die Brücke und die Vase wurde versetzt.

Der heutige Standort befindet sich unmittelbar beim Schloß.































Grabmal der
Kanzleiräte von Finckh und von Berger.


Eines der bedeutendsten Werke Högls ist das Grabmal für die Kanzleiräte Christian Daniel von Finckh (1765-1813) und Albrecht Ludwig von Berger (1768-1813) das Herzog Peter Friedrich Ludwig nach einem Entwurf von Heinrich Carl Slevogt auf dem Gertruden Kirchhof errichten ließ (Bild oben).
Außerdem hat Högl viele Grabsteine und Grabmäler des frühen 19. Jahrhunderts auf den Friedhöfen in Oldenburg und Osternburg geschaffen von denen die wenigsten noch erhalten sein dürften.

Eines der ersten Werke Högls ist die Umrandung des Eingangsportals der Hirschapotheke (Bild unten)







Eingangsportal
der Hirschapotheke
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