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Die Umgehungsstraße

war das einzig größere Bauvorhaben, das während des 2. Weltkrieges zumindest teilweise realisiert wurde. 1939 forderte das Innenministerium die Stadt auf, umgehend eine Trassenführung festzulegen. Durch diese Straße sollte der Verkehr aus dem Innenstadtbereich herausgehalten und schnelle Truppenbewegungen während des Krieges möglich gemacht werden. Das Bauamt schlug daraufhin im Februar 1940 eine Trasse vor die etwa dem Verlauf der heutigen Westumgehung vom Autobahnkreuz Oldenburg Ost bis zur Nadorster Straße entspricht. Unmittelbar darauf wurde mit dem Bau begonnen.



1942/43 - Kriegsgefangene beim Bau der Umgehungsstraße (siehe auch Bild unten).



Als die Bauarbeiten im Sommer 1943 eingestellt wurden, waren die Abschnitte Nadorster Straße bis Ammerländer Heerstraße und Prinzessinweg bis Cloppenburger Straße mit ebenerdiger, zweispuriger Fahrbahn fertig. Mit dem dem Bau des Teilstücks vom Prinzessinweg bis zur Ammerländer Heerstraße mit der Überquerung der Haaren wurde begonnen, ist aber nicht fertig gestellt worden.

Die Realisierung eines solchen Projektes in nur 2 1/2 Jahren Planungs- und Bauzeit war nur in der Diktatur des 3. Reiches und unter Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern möglich.



1942/43 



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