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Edith Maria Ruß

Am 18. Juli 1993 stirbt Edith Maria Ruß. Sie vermacht der Stadt Oldenburg ihr gesamtes Barvermögen in Höhe von über 2 Millionen Mark, mit der Auflage dafür ein Museum der Kunst zu bauen "...damit viele Menschen sich an Kunst erfreuen können". Nach ihren testamentarischen Vorgaben entstand an der Ecke Peterstraße/Katharinenstraße ein Museum für Medienkunst mit angegliederten Gäste- bzw. Atelierhaus. Es trägt den Namen seiner Stifterin Edith Maria Ruß. Wer war diese großherzige Stifterin?



Edith als Kind in Hildesheim Edith und ihr Vater Heinrich Ruß Edith Ruß 1946 in Oldenburg


Edith Maria Ruß wurde am 22. Januar 1919 in Hildesheim geboren. Im Herbst 1929 ziehen Edith und ihre Eltern nach Oldenburg. Schnell fühlt sie sich mit ihrer neuen Heimat verbunden. Im April 1939 beginnt sie ihre journalistische Laufbahn mit einem Volontariat bei den Oldenburger Nachrichten und übernimmt entsprechend ihrer Neigung das Feuilleton. 1941 wechselt sie zur Frauenzeitschrift "Hella" nach Berlin. Kriegsbedingt wird die Zeitschrift 1943 eingestellt. Sie kehrt nach Oldenburg zurück und übernimmt das Ressort Feuilleton bei der "Oldenburger Staatszeitung", einem Organ der NSDAP.



Edith Ruß mit ihrer Mutter 1968 im Haus Bürgerstr. 74. Im April 1969 stirbt die Mutter an Krebs. Edith Maria Ruß im Unterricht an der Schule Bürgeresch, Klasse 3b, im Februar 1966.


Mit dem Ende des Krieges 1945 gibt Edith Ruß den Journalistenberuf auf und entscheidet sich Lehrerin zu werden. Nach ihrem Studium unterrichtet sie u.a. an der Mädchenschule Eversten und der Schule Bürgeresch. Noch im Alter von 53 Jahren beendet sie erfolgreich ein Zusatzstudium für "Sprachgeschädigtenpädagogik" und unterrichtet danach an der Schule für Geistigbehinderte, Peterstraße 42. Die starken körperlichen Belastungen führten zu Kreislaufbeschwerden und Schwächezustände. Sie begann regelmäßig Medikamente einzunehmen. 1978 bescheinigt ihr der Amtsarzt dauernde Arbeitsunfähigkeit. Gegen ihren Willen erfolgt die vorzeitige Pensionierung. Edith Ruß unternahm danach viele Reisen bis sie 1990 der Arzt mit der schrecklichen Diagnose Krebs konfrontierte. Am 18. Juli 1993 stirbt Edith Ruß an den Folgen dieser schrecklichen Krankheit.



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